Geschichte des Marienstifts
Die Geschichte des St. Marienstiftes ist eng mit den Umbrüchen der Nachkriegszeit verbunden. Am 27. November 1947 traf ein Zug mit Heimatvertriebenen im Zeitzer Bahnhof ein. Pfarrer Wittelsbach ging am Zug entlang und rief: „Sind katholische Schwestern hier? Aussteigen!“

Der Anfang war gemacht
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen 1947 vier Marienschwestern aus Schlesien nach Zeitz. Sie übernahmen die ambulante Krankenpflege, die Betreuung des Kindergartens und kümmerten sich um ältere Menschen in der Umgebung. Zunächst lebten sie in einer kleinen Wohnung in der Naetherstraße.
Am 8. Dezember 1948 gelang es Pfarrer Wittelsbach, die Villa Tröger am Stiftsberg zu erwerben. Dort entstand ein Feierabendheim für alleinstehende Umsiedlerinnen. Sieben Marienschwestern übernahmen die Betreuung der Bewohnerinnen. Am 8. Dezember 1949 wurde das St. Marienstift feierlich eingeweiht.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Haus von einem Feierabendheim zu einem modernen Altenheim. In den Jahren 1986/87 ging die Leitung von den Ordensschwestern auf weltliches Personal über.
Nach der politischen Wende 1989 machten neue gesetzliche Vorgaben umfangreiche Veränderungen notwendig. Da ein moderner Pflegebetrieb im alten Gebäude langfristig nicht möglich war, entschied sich die Gemeinde für einen Neubau. Der Grundstein wurde 1998 gelegt, und am 4. August 1999 konnte das neue St. Marienstift feierlich eingeweiht werden.
Heute steht das St. Marienstift für eine lange Tradition christlicher Nächstenliebe und engagierter Pflege älterer Menschen.
Bis zum 31. Dezember 2025 befand sich das Haus in Trägerschaft der katholischen Pfarrei St. Peter & Paul Zeitz. Seit dem 1. Januar 2026 gehört das St. Marienstift zum Caritasverband.
Wohnen im St. Marienstift
Das Altenpflegeheim St. Marienstift bietet 50 älteren Menschen ein Zuhause. Unser Haus ist bewusst überschaubar gestaltet und in drei Wohnbereiche gegliedert, die wie kleine Wohngemeinschaften organisiert sind. So entsteht eine familiäre und persönliche Atmosphäre.
Zimmer und Ausstattung
- 26 Einzelzimmer und 12 Doppelzimmer
- Möbliert mit Pflegebett, Nachtschrank, Kleiderschrank, Tisch und Stuhl
- Persönliche Möbel und individuelle Gestaltung sind willkommen
- Bad mit Dusche, WC und Waschtisch (jeweils für zwei Bewohner)
- Fernsehanschluss vorhanden, Telefonanschluss möglich
Gemeinschaft und Leben
Der Mittelpunkt jedes Wohnbereiches ist der Wohn- und Essbereich mit Küchenzeile, in dem der Alltag gemeinsam gestaltet wird. Zusätzlich stehen gemütliche Aufenthaltsräume für Gespräche, Aktivitäten und Feiern zur Verfügung.
Hauskapelle und Garten
Unsere Hauskapelle bietet Raum für regelmäßige Gottesdienste. Auch der Garten mit Sitzbänken und alter Blutbuche lädt zu Spaziergängen und zum Verweilen ein – mit Blick über die Unterstadt von Zeitz bis nach Theißen.
Zusätzliche Angebote
Im Haus stehen außerdem Friseur- und Fußpflegeangebote für unsere Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung.
