Momente, die verbinden
Einblicke in das, was unsere Gemeinde ausmacht: Gemeinschaft, Glaube, Freude und Menschen, die miteinander unterwegs sind.
Segen empfangen – Segen weitergeben
Heute, am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, führte unser Weg auf die Huysburg. Rund 3.000 Menschen kamen dort zur Bistumswallfahrt unter dem Motto „Du sollst ein Segen sein“ zusammen. Unser Bischof Dr. Gerhard Feige machte deutlich: Gerade in einer Zeit, in der viele mit Sorge auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen schauen, dürfen Christinnen und Christen auf die Kraft der Gemeinschaft und auf Gottes Begleitung vertrauen. Die Botschaft des Tages verband dabei Glauben und Verantwortung: Wer Gottes Segen empfängt, ist eingeladen, selbst zum Segen zu werden – indem wir die Würde jedes Menschen achten, einander mit Nächstenliebe begegnen, solidarisch handeln und den Zusammenhalt stärken. Ein besonderes Zeichen dafür war der Regenschirm mit Segensherzen, den Bischof Dr. Gerhard Feige erhielt. Er erinnerte daran, dass wir füreinander zum Segen und zum „Schutzschirm“ werden können. Mitten in dieser großen Gemeinschaft waren auch Kinder aus unserer Pastoralregion Burgenlandkreis dabei. Als kleine Königinnen und Könige gestalteten sie den Einzug mit und machten sichtbar, was das Motto der Wallfahrt bedeutet: Gottes Segen soll nicht bei uns bleiben, sondern weitergetragen werden. Besonders schön wurde das während der Kommunionausteilung. Die Kinder überreichten kleine Segensherzen, die sie zuvor selbst gestaltet hatten. Ein kleines Zeichen mit einer großen Botschaft: Du bist gesegnet – und du kannst für andere zum Segen werden. So wurde die Bistumswallfahrt für uns zu einem Tag, an dem vieles zusammenkam: Glaube und gesellschaftliche Verantwortung, Kinder und Erwachsene, Gebet und Begegnung – und mehr als 3.000 Menschen, die gemeinsam ein Zeichen für Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt setzten.
Herzlichen Glückwunsch!
- in der katholischen Gemeinde
- in der evangelischen Grundschule
- in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Zeitz e.V
Diakon
Unser Dom in der ZEIT
Dass kirchliches Leben in Zeitz auch überregional wahrgenommen wird, zeigt ein Beitrag in der Zeitung DIE ZEIT. In der Ausgabe Nr. 36/2026 beschäftigt sich der Journalist Liam Adams mit der Frage, wie sich die Kirchen in Sachsen-Anhalt vor der kommenden Landtagswahl gesellschaftlich und politisch positionieren. Einer der Orte, die er dafür besucht hat, ist unser Dom St. Peter und Paul in Zeitz. Im Mittelpunkt der Begegnung steht unser Pfarrer Dr. Jürgen Wolff. Der Beitrag führt die Leserinnen und Leser zunächst in die lange Geschichte unseres Doms und richtet dann den Blick in die Gegenwart: Welche Verantwortung haben Christinnen und Christen für unsere Gesellschaft? Und welche Bedeutung haben dabei christliche Grundüberzeugungen wie die unantastbare Würde jedes Menschen, Nächstenliebe, Frieden und der Einsatz für ein gutes Miteinander? Dabei berichtet DIE ZEIT auch über Pfarrer Dr. Jürgen Wolff und über die kirchliche Initiative „Bewusst wählen!“. Diese lädt dazu ein, sich vor politischen Entscheidungen zu informieren, unterschiedliche Positionen an christlichen Grundwerten zu prüfen und die eigene Verantwortung als Wählerin oder Wähler bewusst wahrzunehmen. Dass DIE ZEIT für diesen Beitrag nach Zeitz gekommen ist, zeigt, dass Fragen, mit denen sich Kirche vor Ort beschäftigt, auch über unsere Stadt hinaus von Interesse sind. Der Beitrag macht zugleich sichtbar, wie Kirche gesellschaftliche Entwicklungen wahrnimmt und aus christlicher Perspektive begleitet.
Mit Gottes Segen ins neue Schuljahr
Am Sonntag feierten wir im Zeitzer Dom einen Familiengottesdienst zum Beginn des neuen Schuljahres. Zahlreiche Kinder und ihre Familien folgten der Einladung. Besonders begrüßen durften wir Pfarrer Christoph Baumgarten, der mit seiner Pilgergruppe aus Leipzig-Süd unterwegs war und in unserer Pfarrei einen Zwischenstopp einlegte. Gemeinsam mit Yvette Lange feierte und gestaltete er den Familiengottesdienst. Im Gottesdienst wurde nicht nur in den Lesungen deutlich, dass Gott Menschen etwas zutraut und sie auf neue Wege schickt. Auch die Kinder waren eingeladen, darauf zu vertrauen: Gott kennt euch, er begleitet euch und traut euch etwas zu. Der Schlüssel, der im Evangelium eine besondere Rolle spielte, wurde dabei zum Zeichen für Vertrauen und Verantwortung. Ein besonderer Moment war die Schülersegnung. Die Kinder wurden für das neue Schuljahr unter Gottes Segen gestellt – für alles Neue, das vor ihnen liegt, für das Lernen, für neue Begegnungen und auch für die Herausforderungen, an denen sie wachsen können. In diesem Jahr haben zehn Kinder aus unserer Pfarrei ihren Schulweg begonnen. Als kleine Überraschung erhielten sie eine Zuckertüte. Auch alle anderen Schülerinnen und Schüler gingen nicht mit leeren Händen nach Hause: Sie bekamen einen Schlüssel mit auf den Weg. Er soll sie im neuen Schuljahr immer wieder daran erinnern: Gott begleitet dich und traut dir etwas zu. Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern ein gesegnetes Schuljahr, Freude am Lernen, gute Wegbegleiter und den Mut, Neues zu wagen. Ein herzliches Dankeschön gilt Pfarrer Christoph Baumgarten, der diesen Gottesdienst mit uns feierte!
Gemeinsam in die Pedale getreten
Unter dem Motto „Aufsteigen – WeiterSee(h)n – Schöpfung“ machte sich eine Gruppe aus unserer Pastoralregion ökumenisch auf den Weg. Gemeinsam stiegen die Pilgerinnen und Pilger aufs Fahrrad, traten in die Pedale und erlebten unterwegs Gemeinschaft, Glauben und die Schönheit der Schöpfung. An verschiedenen Stationen wurde innegehalten, gebetet und gesungen. Dabei richtete sich der Blick immer wieder auf das, was uns unterwegs begegnete – Himmel und Erde, Wasser, Landschaft und besonders die vielfältige Vogelwelt. Der Ornithologe Norbert Gläser aus Weißenfels begleitete die Gruppe mit seinem Wissen. Er machte auf zahlreiche Vogelarten aufmerksam und half dabei, ihre Stimmen zu erkennen. So wurde manches entdeckt und gehört, an dem man sonst vielleicht vorbeigefahren wäre. Zum Abschluss öffnete eine Pilgerin ihr Zuhause und lud die Gruppe zu Kaffee und Kuchen ein. In gemütlicher Runde war noch einmal Zeit für Begegnung, Gespräche und gemeinsames Beisammensein. Allen, die diesen Tag vorbereitet, begleitet und mitgestaltet haben, gilt ein herzliches Dankeschön!
Gemeinsam erinnern – 50. Gedenken an Pfarrer Oskar Brüsewitz
Heute wurde in Zeitz des 50. Gedenkens an den evangelischen Pfarrer Oskar Brüsewitz gedacht. Zahlreiche Menschen versammelten sich an der Michaeliskirche, um an sein Leben und sein öffentliches Zeugnis zu erinnern.
Auch wir als katholische Pfarrei St. Peter und Paul nahmen an der Gedenkveranstaltung teil und gedachten in ökumenischer Verbundenheit des evangelischen Pfarrers Oskar Brüsewitz.
Im Anschluss an die Gedenkfeier wurde in der Michaeliskirche ein Evangelisches Requiem mit Werken von Hugo Distler, Heinrich Schütz und Johann Crüger gefeiert. Danach bestand im evangelischen Gemeinderaum bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch.
Das Gedenken erinnert uns daran, dass Christinnen und Christen über Konfessionsgrenzen hinweg miteinander verbunden sind. Gemeinsam sind wir berufen, Hoffnung zu schenken, Frieden zu fördern und für die Würde jedes Menschen einzutreten.
„Die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh 8,32)
Maria – Zeichen der Hoffnung
Am 15. August feierten wir im Zeitzer Dom das Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel. In seiner Predigt erinnerte unser Pfarrer Dr. Jürgen Wolff an eine Überlieferung aus der Legenda aurea des Theologen Jacobus de Voragine. Als das Grab Mariens geöffnet wurde, fand man der Legende nach nicht ihren Leib, sondern wohlriechende Blumen und Kräuter. Diese Erzählung steht in enger Verbindung mit dem bis heute lebendigen Brauch der Kräutersegnung an Maria Himmelfahrt. Zugleich richtete die Predigt den Blick auf das Leben Mariens und auf unsere eigenen Lebenswege. Auch wir erleben Zeiten, in denen vieles zerbrochen oder zerrissen erscheint, in denen wir Halt und Beistand suchen. Oft begegnet uns gerade dann ein Mensch, der uns zuhört, Hoffnung schenkt oder ein Stück unseres Weges mit uns geht. Maria selbst kennt die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens. Sie ist Vorbild im Vertrauen auf Gott und zugleich ein Zeichen unserer Hoffnung. Was Gott an ihr vollendet hat, ist auch uns verheißen. Maria lebt bereits in der Herrlichkeit Gottes – und auch wir dürfen darauf vertrauen, dass unser Leben bei Gott seine Vollendung finden wird. Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war die Segnung der liebevoll gebundenen Kräutersträuße, die unsere fleißigen Frauen bereits am Vortag vorbereitet hatten. Ihnen gilt ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz und dafür, dass sie diesen schönen Brauch Jahr für Jahr lebendig erhalten. Der Tag klang anschließend in gemütlicher Gemeinschaft aus.
Studium beginnen.
Glauben leben.
Du startest in einen neuen Lebensabschnitt? Entdecke die Katholische Studierendengemeinde und finde Gemeinschaft, Glauben und neue Freundschaften.
Mehr erfahren →
